Viae Vitae - Wege des Lebens

Praxis für Psychotherapie und Logotherapie

Ausübung der Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HeilprG)

Psychotherapie

Seelenleiden zu heilen

vermag der Verstand nichts,

die Vernunft wenig,

die Zeit viel,

entschlossene Tätigkeit alles.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Psychotherapie ist ein psychologisches Verfahren, das ohne Einsatz von Medikamenten auf emotionaler, kognitiver und verhaltensbezogener Ebene psychische und psychosomatische Erkrankungen, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen behandelt, und zwar mittels wissenschaftlich-fundierter Methoden anhand verschiedener Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Bei der Psychotherapie geht es um die Auseinandersetzung mit den Ursachen sowie um die Klärung und Bearbeitung der psychischen Erkrankung. Das Ziel der Psychotherapie ist es, das Leiden des Patienten zu lindern, seine Verhaltensweisen und Denkmuster positiv zu ändern und die Persönlichkeitsstruktur günstig zu beeinflussen, sodass der Patient möglichst ohne Leiden motiviert und gestärkt, ressourcenorientiert und resilienter sein Leben gestalten und bewältigen kann. Für mich ist die psychotherapeutische Arbeit eine personale Begegnung als existenzielles Mit-Sein mit dem Patienten. Näheres können Sie hier in meinem Artikel nachlesen.

Bei der Verhaltenstherapie geht es um die Verhaltensauffälligkeiten und -störungen des Patienten. Die Verhaltenstherapie verhilft den Patienten zur Selbsthilfe. Hierbei wird dem Patienten in einem ersten Schritt dazu verholfen, die Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner negativen Gedanken und Bewertungen sowie seine Verhaltensprobleme aufzudecken und sich deren bewusst zu werden. In einem zweiten Schritt erlernt der Patient mithilfe der Therapie Methoden und Fähigkeiten, seine negativen Gedanken und Bewertungen sowie das gestörte Verhalten zu sich selbst und zu den Mitmenschen zu korrigieren. Dazu werden in der Verhaltenstherapie u.a. sogenannte Skills (Fertigkeiten) trainiert. Solche Skills sind u.a. der Umgang mit Achtsamkeit, Stress, Gefühlen, zwischenmenschlichen Beziehungen und Selbstwert.

 

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ – Václav Havel. In schwierigen Zeiten überhaupt und dann noch neue Hoffnung zu schöpfen, ist für jeden Menschen eine Herausforderung. Der erwartungsvolle Wunsch, es könnte durchaus besser werden als das gegenwärtige Leben, lässt alle Menschen hoffen. „Hoffnung hilft dabei, sich mit einem zunehmend guten Gefühl in der Gegenwart auf den Weg in eine noch bessere Zukunft zu machen.“ - formuliert Dan Short. Patienten kommen in die Therapie, weil sie Hoffnung haben, es könnte besser werden, als es bisher ist. Sie suchen einen Therapeuten auf mit der Annahme, er könne ihnen helfen und etwas Positives bewirken oder das Erleben einer zarten positiven Veränderung in deren Leben bewirken. „Jede Veränderung beginnt mit einer Winzigkeit.“ - so Dan Short. Der Therapeut hilft dem Patienten, seine Augen für diese Winzigkeit zu öffnen. Der Patient lernt, seinen Blick aufmerksam auf die kleinen Wunder, auf die Möglichkeiten einer Lebensveränderung auszurichten. Diese Aufmerksamkeit für die kleinen, wundervollen Dinge des Lebens in der Verbindung mit der Würde des Menschen in seiner konkreten Lebenssituation ist der Beginn des Heilungsprozesses. Für den Philosophen aus der Aufklärungszeit Immanuel Kant sei die Würde des Menschen mit der Hoffnung verbunden. In seiner berühmten philosophischen Schrift „Kritik der praktischen Vernunft“ argumentiert er, dem Menschen sei die Würde dann genommen, wenn seine Hoffnung auf Glück schwinde.

 

Die Heilung bzw. die Genesung des Patienten hänge auch stark davon ab, ob er an die Wirksamkeit der Therapie glaubt. Mit Glaube, Liebe und Hoffnung werden die Selbstheilungskräfte stimuliert, die die Genesung des Patienten in ganzheitlicher Sicht fördern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Therapeut den Patienten nicht heilen kann, aber er vermag zumindest die Selbstheilungskräfte des Patienten anzuregen und mit ihm gemeinsam einen Weg in eine bessere Zukunft zu gestalten. Die aktive Mitarbeit des Patienten sei dabei eine unerlässliche Voraussetzung für gelingende Therapie. Mitarbeit und Eigeninitiative des Patienten sind wichtig, denn Hoffnung ist stets an die Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit gekoppelt. Der Patient entscheide, ob er etwas tut, etwas in die Wege leitet – ob er ein aktiver Gestalter seiner eigenen Hoffnungsgeschichte sei oder ein passiver Konsument und somit eher in der Resignation und in seiner Leidensgeschichte befangen bleibe. Nach Dan Short sei „diese Resignation die Antagonistin der Hoffnung. Sie bestätigt das scheinbar Aussichtslose als unerschütterliche Gewissheit, indem sie sagt, dass alles so bleiben wird, wie es immer war, und es keinen Grund gibt anzunehmen, dass es sich jemals verändern könnte. Durch den Blick der Resignation ist die Wahrnehmung von Unterschieden versperrt; es gibt keine Möglichkeit mehr, kleine, positive Begebenheiten als immer wieder erneut auftretende Wunder der eigenen menschlichen Existenz im derzeitigen Lebensabschnitt zu begreifen.“ Patienten verspüren in ihnen die Trotzmacht des Geistes und kommen mit der Hoffnung auf Besserung in die Therapie und leisten dem Therapeuten gegenüber einen Vertrauensvorschuss. Dies ist ein Geschenk des Patienten. Doch was schenkt der Therapeut seinem Patienten? Es ist die Wahrhaftigkeit als personale Begegnung. Der Therapeut begegnet seinem Patienten als Mensch wahrhaftig und würdevoll. Wahrhaftigkeit meint zutiefst die personale Begegnung in der therapeutischen Beziehung. Wahrhaftigkeit ist „eine wesentliche Grundlage von Mitmenschlichkeit“ - so Franz Furger - und damit von therapeutischer Beziehung überhaupt. Und diese therapeutische Beziehung ist ein wesentlicher Faktor für eine gelingende Therapie. „Das Gefühl bzw. das Herz kann viel feinfühliger sein als der Verstand scharfsinnig.“ - Viktor E. Frankl.

Viae Vitae - Wege des Lebens

Praxis für Psychotherapie und Logotherapie

Enrico Barbiero

Diplom-Theologe (Univ.), Magister der Philosophie (Univ.)

Heilpraktiker für Psychotherapie

Logotherapeut und Existenzanalytiker (DGLE)

Traumafachtherapeut und Traumapädagoge (DeGPT/BAG-TP)

Terminvereinbarung

über Telefon oder E-Mail

 

Lärchenweg 8, 84375 Kirchdorf am Inn

+49171 / 4409151 od. +498571 / 9260341

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Letzte Aktualisierung am 14.08.2018

Die Heilung bzw. die Genesung des Patienten hänge auch stark davon ab, ob er an die Wirksamkeit der Therapie glaubt. Mit Glaube, Liebe und Hoffnung werden die Selbstheilungskräfte stimuliert, die die Genesung des Patienten in ganzheitlicher Sicht fördern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Therapeut den Patienten nicht heilen kann, aber er vermag zumindest die Selbstheilungskräfte des Patienten anzuregen und mit ihm gemeinsam einen Weg in eine bessere Zukunft zu gestalten. Die aktive Mitarbeit des Patienten sei dabei eine unerlässliche Voraussetzung für gelingende Therapie. Mitarbeit und Eigeninitiative des Patienten sind wichtig, denn Hoffnung ist stets an die Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit gekoppelt. Der Patient entscheide, ob er etwas tut, etwas in die Wege leitet – ob er ein aktiver Gestalter seiner eigenen Hoffnungsgeschichte sei oder ein passiver Konsument und somit eher in der Resignation und in seiner Leidensgeschichte befangen bleibe. Nach Dan Short sei „diese Resignation die Antagonistin der Hoffnung. Sie bestätigt das scheinbar Aussichtslose als unerschütterliche Gewissheit, indem sie sagt, dass alles so bleiben wird, wie es immer war, und es keinen Grund gibt anzunehmen, dass es sich jemals verändern könnte. Durch den Blick der Resignation ist die Wahrnehmung von Unterschieden versperrt; es gibt keine Möglichkeit mehr, kleine, positive Begebenheiten als immer wieder erneut auftretende Wunder der eigenen menschlichen Existenz im derzeitigen Lebensabschnitt zu begreifen.“ Patienten verspüren in ihnen die Trotzmacht des Geistes und kommen mit der Hoffnung auf Besserung in die Therapie und leisten dem Therapeuten gegenüber einen Vertrauensvorschuss. Dies ist ein Geschenk des Patienten. Doch was schenkt der Therapeut seinem Patienten? Es ist die Wahrhaftigkeit als personale Begegnung. Der Therapeut begegnet seinem Patienten als Mensch wahrhaftig und würdevoll. Wahrhaftigkeit meint zutiefst die personale Begegnung in der therapeutischen Beziehung. Wahrhaftigkeit ist „eine wesentliche Grundlage von Mitmenschlichkeit“ - so Franz Furger - und damit von therapeutischer Beziehung überhaupt. Und diese therapeutische Beziehung ist ein wesentlicher Faktor für eine gelingende Therapie. „Das Gefühl bzw. das Herz kann viel feinfühliger sein als der Verstand scharfsinnig.“ - Viktor E. Frankl.